Regelungen seit 2014:

Steuerliche Vorteile entfallen

 

Erfolgt die Beitragszahlung bei der betrieb­lichen Krankenversicherung über den Arbeit­geber, war diese lange Zeit als Sachlohn­zuwendung zu betrachten (Vergleich Recht­sprechung des Bundesfinanzhofes vom 14.4.2011, VI R 24/10). Aus der Perspektive des Arbeitgebers war dies besonders vorteil­haft, da die sogenannte Freigrenze für Sach­zuwendungen nach Paragraph 8 Abs. 2 Satz 9 EStG von 44 Euro ausgeschöpft werden konnte und die monatlichen Beiträge pro Mitarbeiter steuer- und sozialversicherungsfrei waren.

Achtung: Diese Regelungen galten nur bis Ende 2013. Hintergrund: Das Bundesfinanzministerium hat, infolge einer Erörterung mit den obersten Finanzbehörden, in seiner Stellungnahme zu den „Zukunftssicherungsleistungen und 44-Euro-Grenze“ (IV C5 – S 2334/13/10001 – 2013/0865652) die alten steuerlichen Vorteile aufgehoben. Beiträge zu einer betrieblichen Krankenversicherung sind demnach nicht mehr als Sachlohn, sondern als Barlohn zu bewerten! und fallen somit nicht mehr unter die Freigrenze. Dies gilt unabhängig davon, ob der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer Versicherungsnehmer ist. Anwendung findet der neue Grundsatz seit 1. Januar 2014 auf den laufenden Arbeitslohn und sonstige Bezüge. Die Regelung gilt dabei auch für laufende Verträge. Im Jahressteuergesetz 2015 wurde der Sachverhalt nicht gesondert verankert – wie ursprünglich vom Bundesrat gefordert. Das bedeutet aus Sicht des PKV-Verbandes, dass die 44-Euro-Grenze gemäß Stellungnahme des Finanzministeriums weiterhin nicht anzuwenden ist.

 

Tipp: Experten raten, ältere bKV-Verträge nicht vorschnell zu kündigen. Betroffene Unternehmen sollten zunächst von den zuständigen Finanzämtern prüfen lassen, ob für die bestehenden Verträge nicht möglicherweise doch Bestandsschutz gelte. Inwieweit diese Neuregelung vor Gericht Bestand hätte, hat aber noch kein Arbeitgeber untersucht.

Bestehen bleiben die Regelungen zur Individual- und Pauschalbesteuerung:

 

Individualbesteuerung:

 

Bezeichnet eine Besteuerungsmethode, bei der das Einkommen jeder natürlichen Person einzeln besteuert wird: Beiträge zu betrieblichen Krankenversicherungen werden als Nettolohn betrachtet und auf den Bruttolohn hochgerechnet Sozial­versicherungs­beiträge werden anhand der spezifischen Merkmale der Lohnsteuerkarte der einzelnen Mitarbeiter versteuert und gezahlt

 

 

Pauschalversteuerung:

 

Bezeichnet eine Besteuerungsmethode, bei der die Versicherungsbeiträge als “sonstige Bezüge” jährlich gezahlt werden: Antrag beim Betriebsstättenfinanzamt notwendig Pauschalsteuersatz von 30 Prozent möglich bis 10.000 Euro pro Mitarbeiter und Wirtschaftsjahr Aufwendungen des Arbeitgebers (inklusive bKV-Beiträge) sind als Betriebsausgaben zu werten

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